Freitag, 10.09.10

Um 06.15 machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Der Zug fährt erstaunlicherweise pünktlich ab und kommt um 09.50 in Frankfurt an. Wir geben schnell unsere Koffer auf und vertreiben uns die Zeit auf der Aussichtsterrasse.









Unter anderem landet der neue Lufthansa Airbus A380. Ein beeindruckendes Flugzeug. Alle anderen Maschinen wirken wie Spielzeuge daneben.









Um kurz nach 13.30 gehen wir an Bord, schließlich sollen wir um 13.55 starten. Aber nichts passiert. Außer, dass wir draußen einige Mechaniker hantieren sehen. Nach ca. 20 Min. kommt dann die Durchsage, dass die hintere Frachttür sich nicht schließen lässt und erst repariert werden muss. Wir werden derweil mit Getränken und Snacks versorgt. Mit 2-stündiger Verspätung starten wir dann endlich. Der Flug ist ganz angenehm, die Stewardessen versorgen uns ständig mit Getränken und kleinen Snacks. Da wir unser Essen schon im voraus ausgesucht hatten, bekommen wir vor allen anderen etwas zu essen. Der Service an Bord ist wirklich super.

Samstag, 11.09.10

Um 08.30 landen wir bei strömendem Regen und 29° Lufttemperatur in Hongkong. Wir werden schon von einer Bodenstewardess erwartet und quer durch den Flughafen gehetzt, da das Boarding für die Maschine nach Sydney schon begonnen hat. Dann startet diese Maschine auch mit Verspätung, weil eine Reisende ihre Papiere verloren hat. Hier ist der Service nicht ganz so toll wie beim ersten, Flug. Es gibt wesentlich weniger Getränke und das Essen schmeckt auch nicht so lecker. Wir landen mit halbstündiger Verspätung. Nun noch schnell durch den Zoll (man muss ja hier bei der Einreise sein halbes Leben offenbaren, vom Zweck der Reise, über Kofferinhalt, Heimatadresse etc., etc.). Dann ab ins Taxi und um ca. 21.30 kommen wir im Hotel an. Hier haben wir dann an der Bar noch zwei Bierchen getrunken und sind dann halbtot ins Bett gefallen.

Sonntag, 12.09.10

Um 08.30 haben wir einigermaßen ausgeschlafen und gehen erstmal frühstücken. Für 20 AUS $ pro Person können wir das Buffet „genießen“ Es gibt englisches Frühstück und Toast, div. Marmeladen, u. a. Vegemite, das australische "Nutella" (schmeckt absolut eklig), aber Gott sei Dank auch Müsli, Obst und Joghurt sowie alle Kaffeesorten soviel wie man mag. Nach dieser Stärkung erkunden wir bei sonnigen 22° Sydney und fahren mit der U-Bahn in die Stadt. Dort holen wir uns ein Ticket für den Sydney Explorer, dieser fährt 27 Sehenswürdigkeiten an, man kann überall aussteigen, sich in Ruhe alles anschauen und dann zu einer beliebigen Zeit in einen der nächsten Busse wieder einsteigen. Wir fahren erstmal bis zur Oper und besichtigen diese von außen.









 
Gegenüber befindet sich die Harbour-Bridge. Nachdem wir gefühlte 1000 Fotos gemacht haben, fahren wir weiter in den Stadtteil North-Sydney. Von dort gehen wir zu Fuß über die Harbour-Bridge zurück. Auf der Hälfte der Brücke steigen wir in den Turm und genießen die Aussicht von oben.










Dabei beobachten wir einige Leute beim Bridgeclimbing. Dies kann man für viel Geld (ca. 150 -195 $/Pers. Je nach Tag und Uhrzeit) buchen. Dabei bekommt man einen speziellen Overall und ein Equipment wie Seile usw. und steigt dann gruppenweise angeleint die Harbour-Bridge auf der einen Seite hoch, dann über die Brücke rüber und auf der anderen Seite wieder runter. Fotografieren ist dabei aber verboten. Man bekommt hinterher ein Gruppenfoto. Also, ganz ehrlich, fast 200 $ war uns dieser Spaß dann doch nicht wert. Dann machen wir uns wieder auf den Weg und suchen die nächste Bushaltestelle. Nebenbei besuchen wir noch einen Markt im Stadtteil The Rocks, der für seine australischen Kunsthandwerke berühmt ist. Mit dem Bus geht es dann weiter nach Kings Cross, das Rotlichtviertel Sydneys. Mittlerweile ist die Sonne weg und es weht ein kühler Wind. Gut das wir unsere Jacken dabei haben. Jetzt fahren wir noch weiter zum Sydney Towers













und investieren die 25 $ pro Person für einen grandiosen Blick auf die Stadt in exakt 1000 ft Höhe (304,8 m).










Wir schauen uns anschließend noch Chinatown an










und fahren dann mit dem letzten der Busse wieder zurück zum Ausgangspunkt. Mittlerweile ist es ca. 18.30 und schon stockdunkel.










Wir machen ein paar Nachtfotos von der Harbour-Bridge und der Oper und wandern noch mal zu Fuß zurück zum Stadtteil The Rocks, um dort noch eine Kleinigkeit zu essen. Wir sind gegen 21.30 zurück im Hotel und setzen uns noch in die Bar, um ein Bier zu trinken. Ein zweites Bier haben wir leider nicht mehr bekommen, da es schon 22.05 war und Alkohol nur bis 22.00 Uhr ausgeschenkt wurde.

Montag 13.09.10

Heute wollen wir Sydney von der anderen Seite erkunden. Jürgen gab uns den Tipp, uns ein Multi-Tagesticket zu holen. Mit diesem Ticket kann man für 24 $ pro Person alle Verkehrsmittel nutzen, inkl. Fähren.










Wir sind dann mit einer Fähre Richtung Manly gefahren und nachdem wir wieder zurück waren, mit einer anderen Fähre in die genau entgegen gesetzte Richtung nach Paramatta.










So haben wir uns eine teure Hafenrundfahrt gespart und trotzdem alles gesehen. Nach der Rückkehr haben wir noch mal Chinatown angeschaut und sind dann zu Fuß nach Darling Harbour marschiert,eine Hafenvorstadt Sydneys mit vielen schönen Punkten zum Anschauen.










Zurück haben wir wieder die Fähre genommen und dann wieder in The Rocks etwas gegessen. Um 21.30 Uhr wieder im Hotel, gönnten wir uns noch ein Bier, doch diesmal waren wir schlauer und haben um 21.50 Uhr noch schnell ein zweites Bier geordert.

Dienstag, 14.09.10

Um 6.45 Uhr klingelt der Wecker, schnell duschen und die Reste in den Koffer packen, einen schnellen Kaffee auf dem Zimmer trinken und schon ist es 08.15 Uhr und das Taxi zum Flughafen steht vor der Tür. Die Fahrt geht relativ schnell, auch das Einchecken klappt reibungslos. Wir frühstücken noch eine Kleinigkeit und schon sitzen wir im Flieger nach Alice Springs. Dort kommen wir um 12.45 Uhr an und schon um 13.30 Uhr sind wir bei der Autovermietung und übernehmen unseren Camper.










Nun noch schnell für die nächsten Tage einkaufen. Der Supermarkt ist rasch gefunden, das Einkaufen geht Rolf aber trotzdem nicht schnell genug. Aber das muss jetzt sein, schließlich fahren wir ins verlassene Outback und müssen genug Proviant dabei haben. Bier bzw. jeglichen Alkohol gibt es nur in einem extra abgetrennten Bereich, der nur für Personen über 21 zugänglich ist. Hier muss man extra bezahlen und dabei sogar seinen Führerschein vorlegen. Dann haben wir endlich alles zusammen und können starten. Unser erstes Ziel ist über den Namatjira Drive Richtung Glenn Helen. Auf dem Weg dorthin besichtigen wir den Ellery Creek,










wo Rolf ein kühlendes Fußbad nimmt










und auf dem weiteren Weg die Ormiston Gorge. Dort steigen wir in einem 30-minütigen Fußmarsch hinauf zum Ghost Gum Lookout. Aufgrund der vielen Regenfälle der letzten Zeit wird davor gewarnt, dass man vielleicht nur noch schwimmend voran kommt, aber wir wollten eben soweit gehen wie möglich. Wir haben es tatsächlich bis ganz nach oben geschafft,










der Weg, der auf der anderen Seite zum Wasserloch herab führte, war durch Felsstücke und Wasser versperrt. Wir sind dann auf dem gleichen Weg zurück gegangen. Mittlerweile mussten wir uns doch etwas beeilen, denn in Australien wird es schlagartig dunkel und im Outback sollte man im dunkeln nicht mehr unterwegs sein. Gegen 19 Uhr erreichen wir unser Ziel die Glen Helen Lodge und bekommen einen Stellplatz zugewiesen. Wir kochen uns noch ein Süppchen und essen dazu einen frischen Salat. Dann bauen wir unsere Betten um und beschließen, dass doch einer oben und einer unten schläft. Für uns zwei wäre es oben sicher zu eng. Bis zur Decke sind vielleicht 50 cm Platz und das Bett ist ca. 1,40 breit. Also nimmt Rolf das untere Bett und ich kraxel nach oben.

Mittwoch, 15.09.10

Wir werden mitten in der Nacht von Wind und Regentropfen geweckt. So ein Mist, es soll doch heute auf der Mereenie Loop in Richtung King`s Canyon gehen. Die Mereenie Loop ist eine Schotterpiste und bei Regenfällen schnell überflutet und damit unpassierbar. Wir stehen gegen 07.30 Uhr auf, frühstücken und holen uns dann die Genehmigung um über die Mereenie-Loop-Road fahren zu dürfen und sind gegen 09.00 Uhr auf dem Weg.










Unterwegs machen wir noch Halt beim Gosse Bluff, einem 5 km durchmessenden Meteoritenkrater. Leider regnet es ab dort ausgiebig und ständig.











Auf der Mereenie Loop wird das Fahren zunehmend zu einer Herausforderung. Ständig müssen wir tiefen Schlaglöchern ausweichen (oder zumindest versuchen) und durchfahren riesige Wasserlöcher, die man schon nicht mehr als Pfütze bezeichnen kann.

















 Der Schotter wird immer schlammiger, man kommt sich vor, als ob man im Winter auf Schnee und Eis fährt. Weil es so doll regnet, halten wir auch nirgendwo mehr an, denn man würde sofort beim Aussteigen im tiefsten Schlamm versinken.



Gegen Nachmittag kommen wir beim King`s Canyon Resort an. Die Besichtigung des King`s Canyon haben wir schon abgehakt, es wäre unter anderem eine 6 km lange Wanderung gewesen, die bei diesem Wetter wirklich nicht machbar gewesen wäre. Bei einem Kaffee in der Bar beschließen wir, noch heute zum Ayers Rock weiter zu fahren. Es sind ja nur 266 km und es ist noch früher Nachmittag. Was sollen wir bei diesem Wetter ein paar Stunden untä-tig auf einem Campingplatz rumsitzen. Vielleicht wird das Wetter ja morgen besser. Und am Ayers Rock gibt es genug zu sehen, so dass man dort auch gerne 2 Tage verbringen kann. Gegen Abend erreichen wir Yulara und damit das Ayers Rock Resort und fahren auf den riesengroßen Campingplatz. Das Resort ist eine künstlich angelegte „Stadt“ mit Visitors-Centre, Hotels in verschiedenen Kategorien, dem gut ausgestatteten Campingplatz, einem Shopping-Centre mit kleinem Supermarkt, Post, Bank und kleinen Restaurants.

Donnerstag, 16.09.10

Das Wichtigste zuerst: Es regnet NICHT. Gut gelaunt nach einer erfrischenden Dusche und einem ausgiebigen Frühstück starten wir gen Ayers Rock.










Am Eingang des Uluru-Katatjuta National Parks lösen wir unsere 3 Tage gültigen Eintrittskar-ten und fahren zunächst zum Culture Centre, um überhaupt erst einmal etwas über die Ge-schichte des Ayers Rock zu erfahren. Schon dort sind wir sehr beeindruckt. Danach erwan-dern wir den Ayers Rock auf verschiedenen Wegen, an manchen Stellen ist das Fotografie-ren verboten, weil es sich um heilige und spirituelle Plätze der Anangu Aboriginals handelt.










Es ist faszinierend zu beobachten, wir der Berg seine Farbe wechselt,












dabei scheint noch nicht mal die Sonne, sondern es ist den ganzen Tag bewölkt. Morgen wollen wir Kata Tjuta oder auch The Olgas genannt anschauen.

Freitag, 17.09.10

Nachts fängt es wieder an zu regnen. Na gut, wir fahren trotzdem Richtung Kata Tjuta, was soviel heißt wie „viele Köpfe“. Diese Gebirgsformation besteht aus 36 einzelnen Kuppen. Während wir dort hin fahren, wird der Regen immer stärker. Das hält uns aber trotzdem nicht davon ab, auf dem Parkplatz auszusteigen und zunächst die erste Teilstrecke des Rundweges „Valley of the Winds“ in Angriff zu nehmen.










Nach Angaben der Informationstafel sind es nur ca. 1,2 km hin und zurück bis zum ersten Aussichtspunkt. Wir haben schließlich unsere neuen Hüte und sind gegen den Regen gewappnet. Inzwischen lässt der Regen etwas nach, also gehen wir auch das zweite Teilstück, was allerdings schon etwas anspruchsvoller ist. Als Rolf dann den ganzen Rundweg machen will, würde ich am liebsten streiken. Aber der Gedanke, dass ich dann das soeben bewältigte Stück allein zum Auto zurück gehen muss, lässt mich dann doch auch weitergehen. Wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zu kommt, hätte ich wahrscheinlich doch das Risiko auf mich genommen und wäre allein zurück gegangen! Wenn es nicht durch Fotos belegt wäre, würde mir wahrscheinlich keiner glauben, dass ich dort hoch- und wieder runtergekraxelt bin. Einmal ist meine Höhenangst so schlimm, dass ich weder vor noch zurück will. Am liebsten würde ich an Ort und Stelle warten, bis Rolf zurück kommt, aber es ist ja ein Rundweg. Also: Irgendwie muss ich meine Panik in den Griff bekommen, ich atme mehrmals tief durch, jetzt nur noch das Zittern meiner Knie und Hände bewältigen. Mir ist so was von schlecht, ich glaube, ich muss mich übergeben.










Aber dann hole ich noch mal tief Luft und gehe los. Ich schaue nur vor mich nach unten auf den nächsten Schritt, den ich machen muss, weder werfe ich einen Blick nach oben noch nach unten. Irgendwann hab ich es dann geschafft und es geht wieder normal weiter. Doch nicht lange danach, müssen wir das, was wir eben hoch geklettert sind, wieder runter, wieder wird mir schlecht und ich bekomme keine Luft.





















Runter ist noch schlimmer als rauf. Nach längerer Vorbereitungszeit habe ich auch den Abstieg geschafft. Danach geht es eigentlich ganz gut weiter,



















wir müssen nur zwischendurch über größere Bäche springen etc.
Nach etwas über zwei Stunden haben wir das „Valley of the Winds“ geschafft. Kaum sitzen wir wieder im Auto wird der Regen so stark, dass wir beschließen Richtung Alice Springs zurück zu fahren. Wir wollen noch bei den Henbury-Meteoritenkratern vorbei und dort auf dem Campingplatz übernachten. Abends gegen 17 Uhr erreichen wir die „Ernest-Giles-Road“, die zu den Kratern führen soll. Da es den ganzen Tag geschüttet hat, ist die „Straße“ eine einzige Matschstrecke. Ziemlich am Anfang sehen wir einen steckengebliebenen kleinen Toyota, der wohl seine Fähigkeiten etwas überschätzt hat.










Als wir am Ende der Piste ankommen, sehen wir statt eines Campingplatzes allerdings nur eine Picnic Area. Also kehren wir schnellstens um, weil es schon dunkel wird und fahren noch die 40 km weiter zum nächsten Campingplatz.

Samstag, 18.09.10

Heute müssen wir zurück nach Alice Springs. Weil es immer noch so schüttet, gibt es heute Morgen keinen Kaffee. Rolf hat keine Lust, bei diesem Wetter draußen die Gasflasche und den Kocher klarzumachen. Aber wir müssen sowieso noch unsere Milch austrinken. Nachdem wir einige unserer Reste an nette Schweizer verschenkt haben, die noch 5 Wochen hier unterwegs sein werden, machen uns nach dem Frühstück auf den Weg und sind gegen 11.30 Uhr in Alice. Zuerst suchen wir eine Waschanlage auf und machen eine Außenreinigung. Dann fahren wir auf einen Parkplatz und packen unsere Sachen zusammen. Wir haben doch tatsächlich noch 10 Dosen Bier übrig. Eine trinken wir direkt vor Ort, vier wandern in meinen Koffer für abends im Hotel und die übrigen vier ins Handgepäck. Alles andere, was wir noch gebrauchen können, packen wir in unsere Koffer. Wir geben das Auto ab und fahren mit dem Taxi zum Airport. Hier haben wir noch genug Zeit und trinken erst mal ein Bierchen. Zwischendurch essen wir unsere Reste auf. Dann sehen wir auf der Anzeigetafel, dass unser Flug nach Cairns sich verspäten wird. Also trinken wir auch das letzte Bier aus dem Handgepäck. Nachdem wir endlich eingecheckt haben, gehen wir durch den Sicherheitsbereich. Rolf wird raus gewunken und nach Sprengstoff durchsucht. Gefunden wurde natürlich nichts. Mit einer halben Stunde Verspätung starten wir und landen gegen 20.30 Uhr in Cairns. Uns erschlagen fast die hier herrschenden Temperaturen. Es sind noch 26° und bestimmt über 90% Luftfeuchtigkeit. Unser Hotel liegt mitten in der Innenstadt. Es ist superlaut und die Betten sind so was von durchgelegen…. Aber für eine Nacht geht es.

Sonntag, 19.09.10

Gegen 08.00 Uhr ist die Nacht zu Ende. Es wird draußen wieder lauter, außerdem war das Bett so unbequem, dass wir gerne aufstehen. Draußen ist es bewölkt, aber schön warm. Das Frühstücksbuffet ist ganz ordentlich, nachdem wir uns gestärkt haben, checken wir aus und lassen uns mit dem Taxi zur Autovermietung bringen. Wir haben Glück, das Modell des Campers, den wir eigentlich gemietet hatten, ist nicht da und so bekommen wir ein größeres Modell, Wir haben allen Schnickschnack, von der Klimaanlage über Mikrowelle zum Fernseher, hinten eine bequeme Sitzecke, oben ein schönes Bett und ganz viel Stauraum. Kaum haben wir das Fahrzeug übernommen, fängt es leise an zu nieseln. Wir machen uns auf in Richtung Daintree-Nationalpark, einem tropischen Regenwald.










Unterwegs wird der Regen immer stärker, ja es ist sogar teilweise so heftig, dass die Scheibenwischer Schwierigkeiten haben. An Aussteigen ist nicht zu denken. Wir setzen mit der Fähre über den Daintree River. Leider ist weit und breit kein Krokodil in Sicht. Wahrscheinlich regnet es zu stark. Wir wollen nach Cape Tribulatrion, es ist „der“ Regenwaldtreffpunkt für Besucher aus aller Welt. Unterwegs stoppen wir am Daintree Discovery Center. Hier kann man auf verschiedenen Wegen aus vielen Perspektiven den Regenwald besichtigen. Unter anderem befindet sich dort ein 23 m hoher Turm, der einen eine spektakuläre Aussicht bieten soll. Wir kaufen uns also einen Emergency Poncho, einen Regenumhang aus billigster Plastikfolie, hüllen uns darin ein und kaufen ein Ticket. Dieses ist für 7 Tage gültig. Wir laufen den ersten kleinen Rundweg entlang, aber da es so regnet, können wir nicht im mitgegebenen Buch nachschlagen, um welche Sorte von Pflanzen es sich handelt und fotografieren ist auch schwierig. Außerdem sind wir nach kürzester Zeit von Moskitos zerstochen, weil wir aufgrund unserer spontanen Entscheidung unser Antimückenspray im Auto gelassen haben. Wir werden morgen noch mal hierher zurück kommen, bei hoffentlich trockenerem Wetter und entsprechend gegen Mücken gerüstet. Weiter geht es Richtung Cape Tribulation, die Straße ist wirklich sehenswert.










Vor allem jetzt, wo an manchen Stellen, das Wasser wie in Sturzbächen und kleinen Wasserfällen vom Berg kommt.










An einer Baustelle ist Schluss. Hier ist die Straße so stark unter Wasser, dass man nicht durch kommt. Wir drehen und fahren auf einen Campingplatz, den wir ca. 5 km vorher schon gesehen haben. Hier richten wir uns häuslich ein, packen unsere Koffer aus und planen die nächsten Tage. Endlich wird der Regen weniger, ja er hört tatsächlich sogar ganz auf. Rolf geht ein bisschen nach draußen die Gegend erkunden. Hier auf dem Campingplatz im Regenwald gibt es Flying Foxes (Flughunde) zu sehen, eine große Fledermausart, „die zum Glück nur Früchte fressen“(O-Ton Heidrun).

Montag, 20.09,10

Um 07.30 Uhr ist Rolf der Meinung, dass wir genug geschlafen haben. Ich könnte ja noch ein Stündchen liegen bleiben, aber ich füge mich brav und quäle mich aus dem superbequemen Bett. Es regnet immer noch nicht wieder. So sind wir schon um 09.00 Uhr wieder am Daintree Discovery Center und beginnen mit unserer Erkundung des tropischen Regenwalds. Wir laufen über extra angelegte Pfade, in der Hand das Heft mit den Erklärungen zu jeder Pflanzenart und zu jedem Tier, das hier lebt. Gerade als wir den 23 m hohen Aussichtsturm erklimmen wollen, beginnt es wieder zu regnen. Aber wir haben Glück, es ist nur ein kurzer Schauer und so können wir einigermaßen trocken nach oben gelangen. Es ist hoch interessant mit jeder Etage zu sehen, wie sich die Vegetation verändert. Inzwischen sind wir total nass, aber nicht vom Regen, sondern von der hier herrschenden Luftfeuchtigkeit von fast 94%.



































Nach 2 Stunden haben wir alles gesehen und fahren wir Richtung Süden. Wir haben Gott sei Dank noch rechtzeitig festgestellt, dass wir weder einen Frischwasser-, noch einen Abwasserschlauch im Fahrzeug haben und fahren kurz bei der Autovermietung in Cairns vorbei, um diese noch zu holen. Weiter geht es in Richtung Atherton Tablelands, ein vulkanisches Hochplataeu mit sehenswerten Seen und Wasserfällen.










Auf der Strecke kommt es immer wieder zu kurzen, aber so heftigen Schauern, dass die Scheibenwischer oft überfordert sind. Es ist, als ob sich eine Schleuse öffnet. Aber genauso schnell wie diese Güsse anfangen, sind sie auch schon wieder vorbei. Wir übernachten bei den Innot Hot Springs auf einem Campingplatz. In dem dortigen Pool, der aus den heißen Quellen gespeist wird, nehmen wir ein entspannendes Bad.

Dienstag, 21.09.10

Heute wollen wir in den Undara Nationalpark fahren und uns dort die Lava-Höhlen anschauen. Außer auf Hawai gibt es solche Lava-Höhlen nirgendwo anders auf der Welt. Wir kommen dort so gegen 11.30 Uhr an und fragen zunächst nach dem Preis: 46$ pro Person für die 2-stündige Führung (man kann sowieso nur geführte Touren buchen, allein darf man dort nicht hinein). Nach kurzer Beratung buchen wir diese Tour, denn WANN hat man schon mal wieder die Gelegenheit……. Wir haben nun noch 1 ½ Stunden Zeit, bis wir am Treffpunkt sein müssen. Daher machen wir noch eine kleine Erkundungstour durch die nähere Umgebung, aber eigentlich ist es dafür viel zu heiß.








Also setzen wir uns in den Schatten und warten. Pünktlich um 12.55 Uhr erscheint Ken, unser Führer und begrüßt alle Teilnehmer persönlich. In zwei Bussen fahren wir zu den Höhlen. Unterwegs erklärt uns der Fahrer noch die Landschaft und endlich sehen wir auch die ersten Känguruhs. Nachdem wir den Bus verlassen haben, erklärt uns Ken noch die verschiedenen Arten von Lavasteinen. Danach steigen wir hinab in die Lava-Tubes. Ken erklärt uns ausführlich und anschaulich, wie die Höhlen entstanden sind. Immer wieder richtet er seine Lampe auf markante Steinformationen und Farbschattierungen. Man kann manchmal in diesen Schattierungen Bilder erkennen, z. B. einen Hund oder eine Frau mit Kind. Alles in allem war es sehr informativ und beeindruckend.























Um 15.30 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Townsville. Da wir natürlich nicht mehr die ganze Strecke schaffen, übernachten wir im Bluewater Springs Roadhouse auf dem Campingplatz, wo wir gegen 19.00 Uhr ankommen. Diese Uhrzeit ist eigentlich schon zu spät, denn ab 18.15 Uhr wird es hier schlagartig dunkel und das Fahren ist dann wegen möglichen Tierkollisionen sehr gefährlich.

Mittwoch, 22.09.10

Um 09.00 Uhr sind wir schon wieder on the Road. Wir wollen nach Townsville und dort in das Reef Headquarter, einem Aquariumkomplex der Extraklasse. In den begehbaren Tunneln schwimmen Haie, Rochen, Schildkröten und viele andere bunte Fische in einem nachgebil-detem Korallenriff.


































Auch dieser Ausflug war einfach faszinierend. Anschließend fahren wir weiter nach Ayr, kaufen ein und übernachten auf dem dortigen Campingplatz.