Gegen 08.00 Uhr ist die Nacht zu Ende. Es wird draußen wieder lauter, außerdem war das Bett so unbequem, dass wir gerne aufstehen. Draußen ist es bewölkt, aber schön warm. Das Frühstücksbuffet ist ganz ordentlich, nachdem wir uns gestärkt haben, checken wir aus und lassen uns mit dem Taxi zur Autovermietung bringen. Wir haben Glück, das Modell des Campers, den wir eigentlich gemietet hatten, ist nicht da und so bekommen wir ein größeres Modell, Wir haben allen Schnickschnack, von der Klimaanlage über Mikrowelle zum Fernseher, hinten eine bequeme Sitzecke, oben ein schönes Bett und ganz viel Stauraum. Kaum haben wir das Fahrzeug übernommen, fängt es leise an zu nieseln. Wir machen uns auf in Richtung Daintree-Nationalpark, einem tropischen Regenwald.
Unterwegs wird der Regen immer stärker, ja es ist sogar teilweise so heftig, dass die Scheibenwischer Schwierigkeiten haben. An Aussteigen ist nicht zu denken. Wir setzen mit der Fähre über den Daintree River. Leider ist weit und breit kein Krokodil in Sicht. Wahrscheinlich regnet es zu stark. Wir wollen nach Cape Tribulatrion, es ist „der“ Regenwaldtreffpunkt für Besucher aus aller Welt. Unterwegs stoppen wir am Daintree Discovery Center. Hier kann man auf verschiedenen Wegen aus vielen Perspektiven den Regenwald besichtigen. Unter anderem befindet sich dort ein 23 m hoher Turm, der einen eine spektakuläre Aussicht bieten soll. Wir kaufen uns also einen Emergency Poncho, einen Regenumhang aus billigster Plastikfolie, hüllen uns darin ein und kaufen ein Ticket. Dieses ist für 7 Tage gültig. Wir laufen den ersten kleinen Rundweg entlang, aber da es so regnet, können wir nicht im mitgegebenen Buch nachschlagen, um welche Sorte von Pflanzen es sich handelt und fotografieren ist auch schwierig. Außerdem sind wir nach kürzester Zeit von Moskitos zerstochen, weil wir aufgrund unserer spontanen Entscheidung unser Antimückenspray im Auto gelassen haben. Wir werden morgen noch mal hierher zurück kommen, bei hoffentlich trockenerem Wetter und entsprechend gegen Mücken gerüstet. Weiter geht es Richtung Cape Tribulation, die Straße ist wirklich sehenswert.
Vor allem jetzt, wo an manchen Stellen, das Wasser wie in Sturzbächen und kleinen Wasserfällen vom Berg kommt.
An einer Baustelle ist Schluss. Hier ist die Straße so stark unter Wasser, dass man nicht durch kommt. Wir drehen und fahren auf einen Campingplatz, den wir ca. 5 km vorher schon gesehen haben. Hier richten wir uns häuslich ein, packen unsere Koffer aus und planen die nächsten Tage. Endlich wird der Regen weniger, ja er hört tatsächlich sogar ganz auf. Rolf geht ein bisschen nach draußen die Gegend erkunden. Hier auf dem Campingplatz im Regenwald gibt es Flying Foxes (Flughunde) zu sehen, eine große Fledermausart, „die zum Glück nur Früchte fressen“(O-Ton Heidrun).
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