Donnerstag, 30.09.10

Der Lärm von nahen Highway ist so laut, dass wir schon früh wach sind. Es sind nur 18°, aber morgens um 08.00 geht das ja noch. Um 09.30 sind wir schon wieder unterwegs, heute ist der Lamington Nationalpark unser Ziel.










Der zum UNESCO-Welterbe gehörende Park liegt in einer Übergangszone von subtropischem zu gemäßigterem Klima. Der Park ist in zwei Regionen geteilt, die Green Mountains und Binna Burra. Wir fahren nach Binna Burra, er soll aufgrund der geringeren Besucherzahl die ursprünglichere und ruhigere Region sein. Auf der Fahrt sinkt die Temperatur immer mehr. Als wir schließlich in Binna Burra auf ca.800m Höhe ankommen, zeigt das Thermometer nur 13° an. Zuerst gehen wir wieder in ein Information-Center und holen uns eine Karte der Umgebung. Danach fahren wir weiter, da von der Lodge, an der sich auch der Campingplatz befindet, die meisten Wanderwege starten. In der Lodge erfahren wir, dass es auf dem Campingplatz leider keine Plätze mehr für Camper gibt. Wir könnten auf dem Parkplatz übernachten und Duschen und Toiletten der Lodge mitbenutzen für 10 $ pro Person. Das lehnen wir aber dankend ab. Wir ziehen uns Jeans und Jacken an und imprägnieren uns mal wieder mit Insektenschutz und wandern los. Wir haben uns für einen ca. zweistündigen Wanderweg entschieden. Da es hier gestern wohl auch geregnet hat, sind die Wege ziemlich matschig und schlüpfrig. Aber wir sehen auch hier wieder einen anderen Wald und hören andere Vögel. Immer wieder sind wir erstaunt, wie groß die Bäume hier sind und welche Wege sich die Äste und Wurzeln suchen.






















Um 16.00 Uhr fahren wir wieder zurück Richtung Gold Coast, ca. 50 km raus aus den Bergen an die Küste. Für morgen ist nämlich sonniges Wetter angesagt, da wollen wir uns einen schönen Tag am Strand machen. Die ganze Küstenregion wird Gold Coast genannt. Als wir hier ankommen, sind wir allerdings geschockt. So ein Riesenunterschied, von den beschaulichen Dörfern (eigentlich kann man noch nicht mal von Dorf sprechen, es gibt hier und dort mal ein Haus) zu Touristenhochburgen mit einem 20-30-stöckigen Hotel am anderen. Wir kämpfen uns bestimmt 1 ½ Stunden durch den dichten Verkehr, bevor wir endlich einen Campingplatz finden. Dieser liegt allerdings direkt am Strand, was wir sofort auch am Preis merken. Aber egal, wir haben keine Lust mehr, noch weiter zu suchen und werden auf jeden Fall diese Nacht hier bleiben. Kurz bevor es dunkel wird, gehen wir noch schnell zum Strand. Es ist allerdings schon ziemlich kühl geworden, ich bin froh, dass ich eine dünne Jacke angezogen habe.

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