Hier unten im Regenwald kann man verschiedene lange Wege abgehen, wir entscheiden uns für den längsten, wir haben schließlich Zeit und wollen soviel wie möglich sehen. Unterwegs wird man immer wieder auf die Vergangenheit hingewiesen. Im Berg war früher eine Kohlenmine und am Wegrand befinden sich Erklärungen zu den Tunneln und der Geschichte.
Dieser Wald ist so dicht, die Bäume sind so hoch, es ist immer wieder unglaublich.
Nachdem wir alles erkundet haben, kommen wir an der Cableway-Station an. Der Cable Car bringt uns wieder nach oben. Wir haben mittlerweile einen tollen Blick auf die Berge, denn der Nebel hat sich verzogen und die Sonne ist herausgekommen.
Diese Fahrt ist nicht so schlimm, ich schaue einfach nur gerade aus. Endlich können wir auch die Bergformation „The Three Sisters“ klar erkennen.
Nach der Legende haben diese drei einzelnen Felssäulen mit einer Höhe von 910 m ihren Namen von den Eingeborenen, den Gundungurra People. Es gab mal drei wunderschöne Schwestern, die in drei Brüder des Nachbarstammes verliebt waren. Aber eine Ehe zwischen den beiden Stämmen war gesetzlich verboten und so entführten die drei Brüder die Schwestern und es gab einen schrecklichen Krieg. Deshalb verwandelte ein Zauberer die Schwestern zu Stein, um sie nach Ende des Krieges wieder zurück zu verwandeln. Leider wurde dieser Zauberer aber im Krieg getötet und kein anderer war in der Lage, die drei Schwestern wieder zurück zu verwandeln. Danach begeben wir uns zum Skyway, eine Gondelbahn mit Glasboden, die uns in 350 m Höhe zur anderen Seite bringt. Das war schon wieder was Anderes, ich musste natürlich einen Blick nach unten riskieren.
Ganz schön tief, aber wunderschön. Trotzdem ging`s mir danach nicht mehr so gut. Auch die Katoomba Falls sehen wir von oben.
Als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, gehen wir zunächst aber in die andere Richtung. Doch zunächst genießen wir den traumhaften Ausblick.
Eigentlich wollen wir bis zu den Three Sisters laufen, aber auf halber Strecke drehen wir dann doch um. Der Weg ist aufgrund des vielen Regens sehr schlecht zum Laufen, immer wieder müssen wir über riesige Pfützen steigen und versinken teilweise im Matsch. Außerdem ist es sehr anstrengend unter diesen Bedingungen immer auf und ab zu steigen. Wir gehen dann in die andere Richtung zu den Katoomba Falls. Dieser Weg ist etwas leichter zu bewältigen. Danach fahren wir mit dem Skyway wieder zurück. Der Blick über die Berge ist einfach phantastisch.
Im Center trinken wir auf der Aussichtsterrasse noch einen Kaffee. Dann wollen wir eigentlich zum Echo Point fahren und von dort aus zu den Three Sisters wandern. Aber wir bekommen keinen Parkplatz. Also fahren wir zu den Wentworth Falls. Die Wanderung dort hin ist auch anstrengend und manchmal bin ich kurz davor, nicht mehr weiter zu gehen, weil der Weg so steil und schmal nach unten geht. Aber der Blick entschädigt für alle Mühen und Strapazen.
Auf dem Rückweg erfrischen wir uns unter einer Naturdusche. Das tut richtig gut.
Auf dem Weg zum Campingplatz halten wir noch beim Evans Lookout an. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick über das Megalong Valley. Wir könnten stundenlang hier stehen und einfach nur schauen. Mir fallen für diese traumhaften Ausblicke keine Superlative mehr ein.
Wir sind so kaputt von den Anstrengungen des Tages, dass uns schon um 20.30 Uhr die Augen immer wieder zu fallen, deshalb gehen wir heute mal früh ins Bett.
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