Heute wache ich auf, obwohl es noch so still ist. Aber es ist schon 07.30 Uhr. Sehr komisch, sind die Leute hier etwa anders? Wir stehen aber trotzdem auf und sind um kurz nach 09.00 Uhr unterwegs in die Blue Mountains. Zwischendurch regnet es immer wieder, mal mehr, mal weniger heftig. Wie sollte es auch anders sein. Wir entdecken immer wieder etwas Neues, heute z. B. sehen wir mehrere uns unbekannte Pflanzenarten. Man merkt, dass hier Frühling ist, die Bäume und Blumen stehen in voller Blüte.
Und alles ist so grün…. Wir müssen mit einer kleinen Fähre über einen Fluss übersetzen. Als wir auf der anderen Seite ankommen und weiterfahren, würde ich am liebsten wieder umkehren. Die Straße geht fast senkrecht nach oben und es kommt fast sofort eine Haarnadelkurve nach der anderen. Das ist etwas zuviel für meine Nerven, denn auf meiner Seite geht es steil den Abgrund runter. Ich sage zu Rolf, dass er mir am liebsten mal einen mit dem Holzhammer verpassen soll, damit ich das nicht mit bekomme, aber wer passt dann auf, dass er nicht zu sehr nach links rüber fährt??????? Gott sei Dank wird die Straße dann aber etwas breiter und ist nicht mehr so steil, so dass ich wieder etwas ruhiger werde. Wir halten bei einem Lookout an und haben mal wieder einen tollen Ausblick über das Tal.
Schon sehr früh erreichen wir unseren heutigen Zielpunkt. Wir fahren extra nicht weiter in die Berge, weil wir heute Abend nämlich das Grand Final der australischen NRL (National Rugby League) im Fernsehen anschauen wollen. Wir haben schon die beiden Halbfinals gesehen und fanden es sehr interessant. Wir suchen uns einen Campingplatz und müssen dann leider feststellen, dass wir mit unserem Fernseher hier dummerweise auch schon keinen Empfang mehr haben. Was tun? Wir sind extra deswegen nicht weiter in die Berge gefahren. Rolf hat aber seinen DVBT-USB-Stick dabei und wir probieren ihn gleich aus. Da passiert es: Auf einmal verschwindet unser Tisch nach unten. Was war das denn? Die Halterung im Boden ist gebrochen und der Standfuß nach unten abgesackt. Wir haben nun ein Loch im Fahrzeugboden und können den Rasen sehen. Was machen wir denn jetzt? Das kann ja auf keinen Fall so bleiben. Rolf versucht, die Schrauben der Halterung mit dem Bordwerkzeug zu lösen, aber ohne Erfolg. So ein kleiner Schraubendreher kann da nichts ausrichten. Er geht zum Campingplatz-Office, fragt nach Werkzeug und kommt mit zwei verschiedenen Kreuzschlitz-Schraubendrehern zurück, mit denen man jemand erschlagen könnte. Aber der eine ist noch zu klein, der andere zu groß. Hm, was machen wir jetzt? Er bringt erstmal das Werkzeug zurück und kommt dann mit einer Silikonspritze wieder. Dann legt er sich unters Auto und ich stopfe von innen eine unserer zahlreichen Plastiktüten in das Loch. Rolf dichtet es von unten mit dem Silikon ab. Mal sehen, ob es dicht bleibt.
Jetzt müssen wir unseren Campingtisch benutzen, aber der ist eigentlich besser, weil er etwas weniger Platz weg nimmt. Nun können wir uns endlich dem Rugby-Spiel widmen. Warum ist das bloß schon fast vorbei? Es fängt doch eigentlich erst um 17 Uhr an und so spät ist es doch noch gar nicht! Endlich finden wir heraus, dass letzte Nacht die Uhren um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt wurden. Na mal gut, dass wir das heute gemerkt haben….Das hätte am Donnerstag am Flughafen aber Stress gegeben.
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