Freitag, 08.10.10

Durch die Zeitverschiebung sind wir schon gegen 06.30 Uhr wach. Der erste Blick geht aus dem Fenster. Regnet es wie angekündigt? Wir sind im 10. Stock und können von hier nicht erkennen, wie das Wetter nun ist. Nach einem ausgiebigen Frühstück für nur umgerechnet 8 € machen wir uns gegen 08.45 Uhr auf den Weg, Hongkong kennen zu lernen. Svenja hat uns ja alles ganz detailliert aufgeschrieben. Als erstes fahren wir mit der MTR (die U-Bahn) in Richtung Big Buddha, der größten bronzenen Buddha-Statue der Welt.










Wir fahren, wie von Svenja wärmestens empfohlen (Danke schön auch, meine Liebe, ich bin bestimmt um 10 Jahre gealtert), mit einer Seilbahn nach oben. 5,7 km!!!! Ich konnte Rolf wenigstens überreden, nicht eine Gondel mit Glasboden zu nehmen.










Oben angekommen erklimmen wir als erstes die 268 Stufen zur Statue. Allein der Sockel ist 10 m hoch und die Statue noch mal 23 m.











Dann schauen wir uns noch das Kloster Po-Lin an. Mit der Eintrittskarte zum Buddha haben wir noch einen Snack in der Küche des Klosters gut. Svenja hatte uns geschrieben, dass wir dort unbedingt Tofu-Pudding probieren müssten und uns einen Google-Link geschickt, damit wir wissen, wie der aussieht. Aber zu Hause haben wir noch nicht gegoogelt und hier hatten wir bis eben noch kein Internet. Also habe ich einfach nach Tofu-Pudding gefragt und auch irgendwas Puddingartiges bekommen.










Schmeckte gewöhnungsbedürftig, aber je mehr wir davon aßen, desto besser wurde es. Zusätzlich bekamen wir noch jeder eine Portion gebratene Nudeln und konnten uns noch je zwei Teile aussuchen. Und das alles für 2,60 € pro Person und der Eintritt für Buddha und Museum inklusive. Dann müssen wir mit der Seilbahn wieder runterfahren. Diesmal schaue ich wirklich gar nicht hin und verbringe die Fahrt mit geschlossenen Augen, jedoch alles andere als entspannt. Danach fahren wir zum Ladies-Market. Hier gibt es alles was das Herz begehrt. Und anschließend wollen wir noch zum Peak, dem 554 m hohen Berggipfel, von dem aus man bei klarem Wetter eine bombastische Aussicht auf Hongkong haben soll. Wir fahren mit der Star Ferry übers Wasser und dann weiter mit der Peak-Tram, einer Art Straßenbahn, die per Drahtseil hochgezogen wird. Es ist echt beeindruckend, wenn man schräg in der Bahn sitzt und neben sich die Wolkenkratzer vorbei ziehen. Man denkt, man sitzt in einem umgekippten Fahrstuhl.













Leider war es heute sehr diesig. Aber der Blick von der Sky-Terrasse des Peak Towers war trotzdem atemberaubend.










Danach sind wir kurz zum Ausruhen ins Hotel gefahren. Wir sind seit fast 09.00 Uhr morgens unterwegs, mittlerweile fast 9 Stunden. Aber gegen 19.30 machen wir uns auf den Weg zum Night-Market. Wir steigen an der richtigen MTR-Station aus, aber trotz Karte, ist es schwierig, sich hier zurecht zu finden. Aber nach zweimal fragen, sehen wir dann die ersten Stände, an denen Wahrsager die Zukunft voraus sagen wollen und etwas später befinden wir uns mitten drin.











Svenja hatte ja gesagt, hier müssten wir unbedingt etwas essen. Ganz ehrlich, sehr vertrauenerweckend sehen diese Garküchen nicht aus.










Rolf meinte, wenn überhaupt, würde er hier nur gebratene Nudeln essen, wer weiß, was das andere alles ist. Ich habe da weniger Bedenken und nach einigem Hin und Her gehen wir dann doch zu einer und lassen uns an einen Tisch, den wir mit drei netten Engländern teilen müssen, setzen. Rolf bestellt wirklich nur gebratene Nudeln, aber ich bestelle mir noch zusätzlich eine Portion Garnelen. Diese Garnelen sind wirklich die Besten, die ich bisher gegessen habe. Sogar Rolf stiebizt mir mehrere davon. Auch das Essen mit Stäbchen klappt richtig gut.















Ok, an die Hygienevorschriften, so wie wir sie kennen, darf man hier nicht denken. Aber das Essen schmeckt hervorragend und günstiger geht es wohl kaum. Wir haben für uns beide mit 2 großen Flaschen Bier umgerechnet 18 € bezahlt. Danach wanken wir müde wieder zurück in unser Hotel und fallen todmüde ins Bett. Ich möchte nicht wissen, wie viele Kilometer wir heute gelaufen sind. Allein schon in den MTR-Stationen legt man, um überhaupt erst einmal an die eigentlichen Bahnsteige der U-Bahn zu kommen, etliche 100 m zurück. Und nach draußen gibt es zig verschiedene Ausgänge, zu denen man manchmal länger läuft, als dass man mit dem Zug fährt ist.

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